Auch früher hatte man es eilig: Kurz-Liebesgedichte

Früher war bekanntlich alles besser, das Leben nicht so hektisch, kurzatmig und aufgeregt wie heute.  Aber vielleicht ist nur die Vorstellung des Lebens in früheren Zeiten, die wir aus den Medien beziehen, von gepriesener Ruhe geprägt und das Leben war auch damals schon kein langsamer Fluss.

Diese steile These könnte man vertreten, wenn man sich anschaut, dass es die Dichter auch früher recht eilig mit Liebesgedichten hatten. So enthält eine Kurzliebesgedichte-Sammlung aus bevorzugt älteren Werken alles, was Rang und Namen in der Lyrik hat:  Goethe, Geibel, Rückert, Storm, Wedekind, Schiller und so weiter und so weiter und am Schluss steht Heine, dem gleich eine eigene kleine Extra-Sammlung gewidmet ist.

Ein paar Gedichtausschnitte sind auch dabei. Es wurde also etwas geschummelt, aber: „Es drängt die Not, es läuten die Glocken, / Und ach! ich hab den Kopf verloren!“, wie Heine mal schrieb. Und kopflos ist schwer lang dichten – da hat sich im Laufe der Jahrhunderte nicht viel dran geändert.

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